Soundwettbewerb zum Klang von E-Autos und unserer Städte.
Foto: Wie in der Musik - viele Töne und vor allem die Interpretation bilden das Klangerlebnis© Thomas Klawunn, Pressefoto Göttinger Symphonieorchester
emobility-web, 07.05.2012, Thomas Aschenbrenner
Wir hatten hier und insbesondere im Artikel Sounddesign: E-Autos kommen ins Klingen und Schwingen, ja bereits öfters über das Thema Akustik und Klang von Elektroautos und neuen Antrieben berichtet. Neben der reinen Sicherheit und Aufmerksamkeit ist der Klang (wie auch die Haptik und der Geruch, die Olfaktorik) eines der wesentlichen Markenkennzeichen und vor allem Leistungsversprechen eines Autos.
Da leuchtet es ein, dass die Industrie und deren Designer sich hier intensiv mit dem Thema und Potenzial befassen. Klar ist auch, dass sich Trends oft schnell wandeln und der kernige Doppelrohrsound schon recht bald regelrecht "aus der Mode kommen" könnte. Dann sind vielleicht digitale personalisierbare Sounds und Profile wie heute schon bei Computer, Software und Handys auch für das Auto in Bedienung und Interieur, aber auch nach außen, ein neuer wichtiger Trendfaktor und vor allem Differnziator in Bezug auf Marke und Modell.
Die Wirtschaftsförderung hat vor kurzem zusammen mit Popbüro Region Stuttgart den Wettbewerb "Sound-Design E-Mobilität" ausgerichtet. Die Teilnehmer sollten einen Kurzfilm vertonen, in dem der Klang von E-Fahrzeugen nach außen in verschiedenen Fahrsituationen aufgezeigt werden soll.
Dabei ging es um folgende Szenarien: Ein Elektro-Smart fährt an, er beschleunigt, fährt bergauf, stoppt am Zebrastreifen und parkt schließlich ein.
Hier zeigen wir euch die Gewinner unter den 26 Klangdesignern des Wettbewerbs. Ohren auf und Augen zu...
Auf PLATZ Nummer 1, der Siegerklang: Auf dem 2. PLATZ Auch auf dem Treppchen - der 3. PLATZ Und in der akustischen SONDERWERTUNG - besonders interessant"Die urbane Klangkulisse der Zukunft" (nur Audio) Was meint ihr dazu? Wie seht ihr die weiteren Trends und vor allem Entwicklungen hier?Was haltet ihr davon?
Spontan finde ich die Soundkulisse des Zweitplatzierten wesentlich angenehmer als die des Gewinners. Vielleicht hat der Jury dieses Klangverhalten zu wenig mit dem optischen Erscheinungsbild des Smarts in Einklang gestanden, da Nr. 2 schon kernig, kraftvoll, groß - dabei aber weniger "rauh" und "schwer" wie 3. - klingt. Mein Favorit wäre Nr. 2. Ausgehend vom Artikel über die Audi-Ingenieure enthält der Gewinnersound schon sehr viele dieser eher als unangenehm empfundenen Frequenzen und Signalanteile, finde ich.
In diesem Zusammenhang ist mir nun eingefallen, wie man Sound-Designs im Klangverhalten an reale Situationen - und per MIDI gesteuert - anpassen bzw. verknüpfen kann - auch ohne "Gaspedal" ;) (wobei man das sogar im Handel bekäme...)
P.S. Übrigens auch sehr gelungenes Sound-Logo am Anfang der einzelnen Videos, finde ich! Sehr gut gemacht!